Vermutlich haben Sie schon eine ganze Menge an Kursen, Workshops und Trainings in Ihrem Leben besucht, und auch einige entworfen. Und es gab sicher Qualitätsunterschiede!

Werfen wir einen Blick auf unsere Erfahrungen damit. Was war großartig? Was war gar nicht übel? Und was war grauenhaft?

  • Grauenhafte Trainings, Kurse und Workshops drehen sich nicht ums Lernen. Sondern ums Durchnehmen von Stoff, um „Druckbetankung“ der Teilnehmenden. Die Lernziele fühlen sich ziemlich „daneben“ an: Staune, was die Person vorne auf der Bühne zu stemmen hatte in der Vorbereitung! Sieh doch ein, wie unendlich komplex das Thema ist! Begreife, wie viel du noch lesen musst, bevor du den ersten praktischen Schritt tun kannst! Und immer wieder der Klassiker: „Das können Sie ja zuhause nochmal nachlesen!“
  • Gar nicht übel wars, als man zumindest versuchte, etwas zu vermitteln. Leider endet das oft mit Entertainment und sinnfreier Bespaßung. Man lernt eine Menge spaßiger Übungen kennen, die irgendwie aneinandergereiht wurden, ohne eine schlüssige Struktur, die das ganze effektiv gemacht hätte. Was haben wir damals über das Thema gelernt? Hmmm… keine Ahnung, aber es war zwischendurch immer wieder unterhaltsam!
  • Großartige Trainings, Kurse und Workshops drehen sich ums Lernen, und das spürt man schon Wochen bevor man überhaupt den Raum betritt. Man fühlt sich schon vorab mit dem Thema und den anderen Teilnehmenden verbunden. Die Zeit fürs eigene Lernen und fürs gemeinschaftliche Üben ist maximiert. Alles dreht sich um die Teilnehmenden, nicht um das Ego, die Folien oder die Firma einer Person vorne auf einer Bühne. Sie können es gar nicht erwarten, das Gerlernte zuhause auszuprobieren und haben schon viele Ideen dazu.

Wie entwickelt man solche großartigen Trainings, Kurse und Workshops?

Entertainment ist nicht großartig

Ja, es bleibt Arbeit, zum Beispiel einen großartigen Workshop zu entwickeln. Aber es ist die Art von Arbeit, die einen in den berühmten „Flow“ hineinzieht. Noch besser: auch der Workshop mit den Teilnehmenden ist jedesmal eine zutiefst befriedigende Erfahrung. Was für eine Erleichterung für alle, verglichen mit der üblichen Routine: Folien, Übung, Hat noch jemand Fragen?, und das Ganze wieder von vorne…

Für mich als Trainer war es früher nicht leicht, einen wirklich zusammenhängenden Kurs aus mitreißenden Übungen zusammenzustellen. Ich mochte einige Übungen besonders und fand mich deswegen mit holprigen Übergängen und einigem anderem ab, was nicht so recht zusammen passte. Und ich dachte, wenn es für mich „OK“ ist, dann wohl auch später für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Im Klartext: die Lernziele wurden dem Unterhaltungswert geopfert. Muss das wirklich so sein? Kann man Menschen nur so bei der Stange halten? Ich habe gelernt, dass dem nicht so ist!

Voilà Training from the BACK of the Room!

Training from the BACK of the Room! ist ein unkomplizierter Weg, eigene Workshops, Kurse und Trainings so zu gestalten und zu halten, dass alle Teilnehmer so effektiv wie möglich lernen können. Sharon Bowman hat ihn sich ausgedacht und sich dabei auf zwei Dinge gestützt:

  • Ihre jahrzehntelange Erfahrung in der Bildungsarbeit mit Kindern und Erwachsenen; ja, sie hat wirklich als Lehrerin und Trainerin gearbeitet!
  • Ihre kontinuierliche, unbestechliche Auswertung der Forschungsliteratur zu Neurowissenschaften; ja, das Wissen dazu veraltet nach wenigen Jahren!

Mal ehrlich: jeder in der Bildungsarbeit stolpert immer wieder über Bröckchen der Art „Wissenschaftler haben herausgefunden, dass…“ Aber wir schaffen es meist nur, einige aufgeschnappte Fragmente in unsere Arbeit zu integrieren, auf einer Ad-hoc-Basis. Möchten Sie nicht mehr nützliche Struktur für Ihre Arbeit?

Einfache Struktur, maximaler Lernerfolg

Also, welche Struktur propagiert Training from the BACK of the Room! nun? Nicht so hastig – eine Sache kommt noch vor allem anderen.

Mit dem Ende anfangen: Was ist ein Lernziel?

Wissen? Verstehen? Lernen?

Die Teilnehmenden wissen, wie man einen Feuerlöscher benutzt.

Leider kann man wissen weder riechen, noch hören, noch schmecken oder sehen. Wie Sharon Bowman es ausdrückt: Lernziele müssen eine Kombination aus der gewünschten Fähigkeit (oder dem gewünschten Wissen) und beobachtbarem Verhalten sein, bei dem diese Fähigkeit erkennbar wird:

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer löschen schnell und sicher einen brennenden Papierkorb mit dem Feuerlöscher.

Sich einen Moment Zeit nehmen für das eigene Lern-Logbuch

Sich einen Moment Zeit nehmen für das eigene Lern-Logbuch

Das ist ein Lernziel. Wenn Sie es haben, aber keine Sekunde vorher, geht es an den Entwurf zum Beispiel Ihres Kurses.

Mit Sharon Bowmans Struktur der 4 Cs, können Sie effektive Kurse gestalten, die Spaß machen. Und weder Sie noch die Teilnehmenden werden sich künftig mit weniger zufrieden geben. Die 4 Cs sind leicht zu beschreiben, wie Sie gleich sehen werden. Aber es braucht Übung und Erfahrung, um sie zu beherrschen.

Mit 16 anderen Coaches besuchte ich Sharons Kurse in Stockholm, um zertifizierter Trainer zu werden. Weil ich glaubte, Ihre Bücher schon ausreichend verinnerlicht zu haben war ich nicht so sicher, ob ich von einem Training noch besonders profitieren würde. Ganz besonders, weil mich das einige Zeit und einiges Geld kosten würde. Kurz gesagt: Sharon hat meine Zweifel förmlich pulverisiert. Sie benutzt auch selbst, was sie anderen beibringt – und ich landete in einem der produktivsten Kurse, den ich je besucht hatte.

C1 – Connect

Stellen Sie sich vor, Sie besuchen einen Kursraum und sind gespannt darauf, was SIe lernen werden. Wie fühlt man sich, an der Tür? Aufgeregt? Nervös? Etwas planlos? Im Voraus gelangweilt?

Gute Trainerinnen und Trainer lassen die Teilnehmenden so früh wie möglich Verbindungen knüpfen: Zu anderen. Zum Thema. Zu Lernzielen. Zu persönlichen Zielen. Ist es nicht traurig, wie oft die erste Viertelstunde, wenn die Vorfreude noch am größten ist, mit Nichtigkeiten verplempert wird, wie etwa Pausenzeiten und belanglosen Geschichten über das Unternehmen und den persönlichen Werdegang der Person „auf der Bühne“? Nutzen Sie lieber Aktivitäten der Kategorien Warm-ups, Fast pass und Start-up.

C2 – Concepts

Überlegen Sie mal kurz, wie viele Folien mit Text Sie ertragen können, bevor sie jetzt aber wirklich endlich selber etwas ausprobieren wollen. Wenn Sie wie die meisten Ihrer Teilnehmerinnen und Teilnehmer ticken, dann haben Ihre Geduld und Ihre Aufmerksamkeit klare Grenzen. Schmerzgrenzen, genauer gesagt.

Also habe ich als Coach und Trainer gelernt, mich zurückzunehmen. Und nur das Allernötigste vorzugeben. Wie man den Teilnehmenden dabei hilft, mehr selber anzuwenden und mehr zu behalten, einfach weil man es für sie zur Freude macht, das eigene Lernen selbst in die Hand zu nehmen. Ich lernte, wie zum Beispiel Concept maps, Interactive lectures, Jigsaw activities und Concept center reine Konsumenten in aktiv Lernende verwandeln können.

C3 – Concrete Practice

Gerade erst gelernt, und schon selber dem andern beigebracht!

Gerade erst gelernt, und schon selber dem andern beigebracht!

Stehen Sie gerne allein im Rampenlicht, wenn etwas für Sie völlig neu ist? Unter den bohrenden Blicken eines Kursleiters und aller anderen, aus denen nur eines spricht: „HAST DU ES ENDLICH KAPIERT???“

Wahrscheinlich nicht.

Konkurrenzkampf und Versagensängste gehören nicht in einen Kurs. Zusammenarbeit und Spaß am Probieren, inklusive an Fehlschlägen, schon. Sobald jemand beim Lernen Ängste entwickelt, sich in Gedanken abmeldet und lieber anderen (oder einem Kursleiter) bei einer Demonstration zusieht, ist der Kurs auf Abwegen gelandet.

Ganz konkrete Übungen, zusammen mit anderen, können viele Formen annehmen: Teach-backs, Skills-based activities and Learner-created games sind nur ein paar Kategorien davon. An diesem Punkt erkennen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es bei ihnen selbst liegt, sich aufzuraffen, mit anderen zusammenzutun und aktiv teilzunehmen.

Für mich definitiv eine schwierige Lektion zum Thema Kursdesign. Obwohl ich es eigentlich besser wusste, fühlte ich mich irgendwie verantwortlich dafür, dass sogar die mit lernten, die passiv und geistesabwesend blieben. Das trieb mich dazu, mich als eine Art Motivationsredner zu versuchen. Was sie im Gegenzug noch passiver werden ließ und dem Lerneffekt noch weiter schadete.

C4 – Conclusions

Gleich im Workshop am eigenen Kurs feilen!

Gleich im Workshop am eigenen Kurs feilen!

„Es ist fünf Uhr nachmittags“ ist kein Abschluß. Bleiernes Schweigen nach „Gibt es noch Fragen?“ auch nicht.

Unsere Definition von Abschluß ist eher, wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

  • methodisch selber ermitteln und bewerten, was sie gerade erlebt haben,
  • ihre eigenen nützlichen Zusammenfassungen und Pläne entwickeln, und auch
  • ihren Lernerfolg zusammen feiern.

Wir denken, dass zum Beispiel ein Kurs erfolgreich war, wenn die Teilnehmenden sich einfach nicht entscheiden können, ob sie lieber mit den anderen den Erfolg feiern wollen, oder schnell nach hause fahren und gleich einsetzen, was sie gelernt haben.

Haben Sie Lust darauf, mit Gleichgesinnten zu lernen, wie man großartige Trainings, Kurse und Workshops gestaltet und hält?

Wir freuen uns darauf, Sie in einem unserer Kurse kennen zu lernen – bis bald!

NUR HIER - Arbeitsmaterialien und Kurs DURCHGÄNGIG auf Deutsch

NUR HIER – Arbeitsmaterialien und Kurs DURCHGÄNGIG auf Deutsch

PS: Ach ja – und was bedeutet jetzt „Training from the BACK of the Room! auf Deutsch“? Dass Sie bei uns (und nur bei uns) sämtliches Kursmaterial und sämtliche Folien auf Deutsch erleben. Mit persönlicher und freundlicher Genehmigung von Sharon Bowman. Kein Denglisch, keine Stolpersteine – bleiben Sie im Flow!